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10.11.2017 03:40
Wer sind die selbsternannten "Friedensrichter/innen"
der Kampagne KRIEG BEGINNT HIER,
und was berechtigt sie zu ihren anmaßenden Urteilen?

Mit dieser Überschrift veröffentlichte "Luftpost-KL" eine Internetrecherche über die Initiatoren der "Friedenskampagne" mit dem Titel "KRIEG BEGINNT HIER", um nachvollziehen zu können, welche Interessen damit verfolgt werden. Die US-amerikanischen Besatzungstruppen scheinen jedenfalls bei der Frage um Krieg und Frieden keine nennenswerte Rolle zu spielen und bleiben über jede Kritik erhaben. Der Artikel ist aufschlussreich und lässt erahnen, welche Eigeninteressen, die eher opportunistischen Aktivisten verfolgen, bzw. an welchen Fäden diese Damen und Herren hängen könnten. "Wasch mich, aber mach mich nicht nass", fällt mir dazu ein.  JWD

Luftpost-KL schreibt:

Wir haben einige im Internet verfügbare Informationen über den Kampagnenrat KRIEG BEGINNT HIER zusammengetragen, der die "Kritischen Betrachtungen zur Kampagne 'Stopp Ramstein 2017'" in Umlauf gebracht hat.


Quelle: luftpost-kl.de

Wer sind die selbsternannten "Friedensrichter/innen"
der Kampagne KRIEG BEGINNT HIER,
und was berechtigt sie zu ihren anmaßenden Urteilen?

Wer [krieg-beginnt-hier.de] ..hier und ..hier anklickt, kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Kampagne KRIEG BEGINNT HIER weniger mit dem drohenden finalen Atomkrieg als mit der Bundeswehr und ihrem eigenen verbissenen Privatkrieg beschäftigt ist, den sie seit drei Jahren gegen die Kampagne STOPP AIR BASE RAMSTEIN führt.

Der jüngste Angriff erfolgte mit dem [...] "Hintergrundpapier für die Auseinandersetzung in der Friedensbewegung – Kritische Betrachtungen zur Kampagne ‚Stopp Ramstein 2017‘", zu dem wir uns bereits in den beiden LUFTPOST-Ausgaben geäußert haben, die ..hier & ..hier  und  aufzurufen sind.

Das "Hintergrundpapier" endet mit der nachfolgend in roter Schrift abgedruckten Aufforderung an die Kampagne STOPP AIR BASE RAMSTEIN, doch endlich zu "kapitulieren", und mit der Androhung weiterer Angriffe.
    Weiterhin bleiben wichtige Fragen: Hat Stopp Ramstein mit der aktuellen problematischen Ausrichtung eine Zukunft? Oder muss es ein Auslaufmodell werden, weil es sich weiterhin nach rechts verstrickt hat und diese (rechtsoffenen) Menschen und Personen auch integraler Bestandteil des trotzdem stagnierenden Mobilisierungserfolges sind?

    Bei Stopp Ramstein heißt es: „Wir werden den Gedanken an eine umfassende Bewegung nicht aufgeben“. Ist damit die Fortsetzung der auf Massen setzenden Mobilisierung auf Teufel komm raus gemeint?

    Entgegen der selbstlobenden Aussagen der Kampagne, dass ‚kein Haar zu finden‘ sei, al- les „einfach toll“ war mit der „Breite und Vielfalt sowie den Neuen“, müssen wir feststellen, dass Grundkonzept der Kampagne bleibt eine problematische Suppe und für linke eman- zipatorische und klar antifaschistische Friedensgruppen nicht überzeugend.

    Die kritische Auseinandersetzung und Diskussion wie wir mit Stopp Ramstein umgehen, wird weitergehen.

    Für den Kampagnenrat KRIEG BEGINNT HIER

      Waltraud Andruet - Pax Christi und Friedensnetz Saar
      Pfarrer Detlev Besier - Friedensinitiative Westpfalz
      Meike Capps-Schubert - Military Counseling Network e.V.
      Thomas Hagenhofer - DKP Saarland und Friedensnetz Saar
      Kalle Kress – ehem. Gegen das Vergessen Ramstein / Friedens-Aktivist Kaiserslautern
      Markus Pflüger - Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier / DFG-VK Trier
      Julian Theiss - Mitglied der Linksjugend ['solid] RLP
Wer sind diese Leute, die neuerdings als "Kampagnenrat KRIEG BEGINNT HIER" (..hier) firmieren, und welche besonderen Verdienste, Qualifikationen und friedenspolitischen Erfolge können sie vorweisen, die sie dazu berechtigen, in ihren seit 2015 verbreiteten Artikeln und Dossiers immer wieder Personen zu diffamieren, die der deutschen Friedensbewegung seit Jahren oder sogar seit Jahrzehnten wichtige Impulse geben.

Klaus Hartmann, Ken Jebsen, Oskar La- fontaine, Albrecht Müller, Rainer Rupp und Willy Wimmer haben sie schon in der "Kritik an der 'Stopp-Ramstein'-Kampagne 2016" verleumdet (..hier). Und in dem eingangs verlinkten "Hintergrundpapier" aus dem Jahr 2017 werden erneut Ken Jebsen und Oskar Lafontaine, besonders aber Daniele Ganser angefeindet.

Auch Künstler werden angegriffen – bevorzugt die Polit-Hip-Hop-Band DIE BANDBREITE, vermutlich weil der Kampagnenrat deren Songs "Selbst gemacht" (..hier) und "Unter falscher Flagge?" (..hier) für besonders "verschwörungstheoretisch" hält.
 

Wir haben einige Informationen über die Mitglieder des Kampagnenrates KRIEG BEGINNT HIER zusammengestellt, die am 07.11.17 im Internet verfügbar waren, damit sich unsere Leser selbst ein Bild von den Aktivitäten dieser Personen und ihrer Funktion in den Organisationen machen können, die sie angegeben haben.

Waltraud Andruet vertritt Pax Christi und das Friedensnetz Saar. ..Hier sind Informationen über die Sektion Saarland der Friedensbewegung pax christi zu finden, deren Vorsitzende sie ist. Die letzte dort vermerkte Aktivität, ein "FRIEDEN Gesprächskreis zur Ökumenische FriedensDekade" fand am 23.11.2014 im Atelier ihres Mannes Mario Andruet (..hier) statt, der sich "in seinen Ölgemälden auf gesellschaftskritische Motive spezialisiert hat". (Ein Artikel über die Arbeit der Andruets ist aufzurufen ..hier).

Frau Andruet betreibt auch das Friedensnetz Saar, das sich als "Koordinationsstelle für Friedensaktionen im Saarland" versteht, "aber auch selbst lokale Friedensaktionen in Saarbrücken wie Infostände, Mahnwachen, Ostermarsch, Demonstrationen, Diskussionsveranstaltungen, usw." organisiert. Am 15. April 2017 hat Frau Andruet beim Ostermarsch Saar in Saarbrücken eine Rede gehalten, die ..hier  aufzurufen ist. Darin kommen weder die US Air Base Ramstein noch der von dort, von der US Air Base Spangdahlem und vom Bundeswehr-Flugplatz Büchel ausgehende militärische Fluglärm vor, unter dem auch die Saarländer zu leiden haben.

Bei Pfarrer Detlev Besier ist nur die Friedensinitiative Westpfalz vermerkt. In der oben verlinkten Info zum Kampagnenrat wird zusätzlich auf seine Tätigkeit in der Arbeitsstelle Frieden und Umwelt in Speyer verwiesen.

Die Friedensinitiative Westpfalz / FIW ist sehr schwer zu erreichen, denn wer "Kontakte" anklickt, findet nur den Hinweis: "Es gibt keine Kontakte zum Anzeigen!" Unter "Impressum" ist nur angegeben: "Für dieses Internetangebot zeichnet verantwortlich: Detlev Besier (Postfach, Telefon und Bankkonto).

Aus [s. ..hier & ..hier] geht hervor, dass die FIW seit Jahren zu Ostermärschen aufruft, an Gedenkveranstaltungen zum Antikriegstag teilnimmt und sich regelmäßig zu Sitzungen und Friedensgebeten trifft (die in der Nähe des Gedenksteines für die Opfer der Flugtagskatastrophe im Jahr 1988 stattfinden (..hier & ..hier).

Die FIW dürfte nicht mehr als 20 Mitglieder haben. Aus Gesprächen mit Insidern wissen wir, dass der von Pfarrer Detlev Besier verfolgte "strikte Trennungskurs" nicht von allen geteilt wird.

Pfarrer Besier hat den Drohnenkrieg der USA wiederholt öffentlich kritisiert (..hier) und am 27.12.2015 als Sprecher der FIW einen Brief zur Drohnenrelaisstation auf der US Air Base Ramstein an Kanzlerin Merkel (..hier) geschrieben, in dem u. a. zu lesen ist:

     "In jedem Fall gilt, dass ohne diese Relaisstation der Drohneneinsatz in dieser Form nicht möglich wäre. Strafrechtlich handelt es sich hier um Beihilfe zu 'extralegalen', also gesetzeswidrigen Handlungen. Da unseres Wissens auch militärische Anlagen der USA, sofern sie in Deutschland liegen, den deutschen Strafgesetzen unterworfen sind, fällt auf die Glaubwürdigkeit jeder deutschen Berufung auf die Menschenrechte, durch die Duldung dieses ungesetzlichen Handelns ein schwerer Schatten."

    So ähnlich steht das auch in Verlautbarungen der Kampagne STOPP AIR BASE RAMSTEIN, und vergleichbare Positionen wurden schon mehrfach von Rednern auf Veranstaltungen und Kundgebungen dieser Kampagne vertreten.

    Detlev Besier war zunächst evangelischer Gemeindepfarrer (zuletzt in Landstuhl im Kreis Kaiserslautern), dann Stadtjugendpfarrer in Kaiserslautern (einige Informationen dazu sind nachzulesen ..hier ) und wurde Anfang Oktober 2015 zum Pfarrer für Frieden und Umwelt der Evangelischen Kirche der Pfalz und Leiter der gleichnamigen Arbeitsstelle in Speyer (s. dazu auch ..hier ) berufen. Unter [..hier] ist zum Auftrag dieser Arbeitsstelle u. a. zu lesen:

    "Die Arbeitsstelle Frieden und Umwelt ist die Fachstelle der Evangelischen Kirche der Pfalz für Friedensdienst und Umweltarbeit. Ihre Schwerpunktthemen sind die Überwindung von Gewalt und die Bewahrung der Schöpfung, die als zentrale Anliegen christlicher Weltverantwortung vielfältig miteinander verbunden sind.

    Der Arbeitsbereich Frieden fördert die Auseinandersetzung mit friedensethischen Fragen durch theologische Reflexion, politische Information und pädagogische Projekte. Die gesellschaftspolitische Bewusstseinsbildung wird angeregt. Konkret wird der friedenspolitische Ansatz durch die Arbeit gegen Rechtsextremismus, die Friedensbildung an Schulen, die Unterstützung von Friedensgruppen und Bildungsangebote in Kirchengemeinden. Mit der Arbeit in Netzwerken von der lokalen bis zu Bundesebene wirkt die Arbeitsstelle in gesellschaftliche Gruppen hinein."
Wir fragen Pfarrer Besier, ob er seine Unterschriften unter das "Hintergrundpapier" und dessen Vorläufer für "kompatibel" mit dem 8. Gebot hält, das da lautet: "Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten," denn dieses Gebot müsste für einen Pfarrer und Christen doch auch in seiner "Arbeit gegen Rechtsextremismus" gelten? Außerdem fragen wir die Evangelische Kirche der Pfalz, ob sie die einseitige Parteinahme ihres für Frieden und Umwelt zuständigen Pfarrers als "friedensethisch" korrekt ansieht, und warum sie ihm nicht einen sorgfältigeren Umgang mit der Wahrheit nahelegt?


Meike Capps-Schubert vertritt ein Military Counseling Network e.V., das ..hier  aufzurufen ist. Es sammelt über [betterplace.org] immer noch Spenden für "The Clearing Barrel – GI-Café-Germany", das sie mit ihrem damaligen Ehemann, dem traumatisierten US-Kriegsveteranen Chris Capps-Schubert, in Kaiserslautern gegründet und betrieben hat, aber am 31.12.2016 schließen musste (..hier).

Wie es dazu kam, ist einem Brief zu entnehmen, den Chris Capps-Schubert, der sich von seiner Frau getrennt hat, am 11. Februar 2014 um 16:03 Uhr auf seiner Facebook- Seite veröffentlicht hat, um seinen "Ausstieg aus dem GI-Café in KL" zu begründen. Diesem Brief, den wir damals abgespeichert haben, sind folgende Auszüge entnommen:
    "Ausscheiden aus The Clearing Barrel

    An alle Betroffenen und Interessierten,

    Mit diesem Brief verkünde ich mein Ausscheiden aus dem Clearing Barrel Bar and Coffeehouse in Kaiserslautern und möchte auch meine Gründe dafür erklären. Die meisten meiner Gründe sind sehr persönlicher Art. Die Arbeit im Café basierte auf einer dys- funktionalen Beziehung – meine Beziehung zum Café ist quasi untrennbar zur Beziehung mit meiner mir entfremdeten Frau Meike. Dennoch halte ich es für wichtig, meine Gründe zu erklären.

    Das Clearing Barrel haben Meike und ich 2012 mit der Absicht gegründet, ein Anti-Kriegs-Café zu schaffen mit einem guten kulturellen Austausch zwischen der lokalen amerikanischen Militärgemeinde und der lokalen deutschen Gemeinde.

    Ich habe es von Anfang an als gemeinsames Projekt von Meike und mir gesehen. Doch habe ich im Laufe der Zeit immer mehr um Einfluss im Café kämpfen müssen. Außer- dem bin ich systematisch vom Betrieb – Arbeit / Abläufe / operativen Geschäft – des Cafés ausgeschlossen worden – dies alles hauptsächlich aufgrund der sich verschlechternden Beziehung zwischen Meike und mir. …

    Schlimmer noch, werde ich als Repräsentationsfigur für ein GI Coffeehouse benutzt, das ich zwar geholfen habe zu gründen, in dem ich aber immer weniger zu sagen hatte. Ich bin noch immer der Meinung, dass sich das Café in die richtige und wirkungsvolle Richtung bewegen kann. Allerdings sehe ich nicht, dass Meike sich in diese Richtung bewegt. Das Clearing Barrel hat sicher teilweise geholfen, als kulturelles Zentrum, Musik-Veranstaltungsort und linksgerichtetes Organisationszentrum eine Lücke in Kaiserslautern zu füllen. Jedoch hat es sich von seinen ursprünglichen Absichten entfernt, auch eine Beratungsstelle und ein Organisationszentrum für die örtliche US-Militärgemeinde zu sein.

    Zusätzlich ist Meike immer dominanter, ruppiger (und) unbeherrschter geworden – nicht nur zu mir, sondern auch einigen anderen Leuten gegenüber – ganz toll für den Kundenservice. Ich halte es außerdem für moralisch betrügerisch, meinen Namen und meine Reputation für die Fundraising-Tour (in den USA) für das Café zu verwenden.

    Ich habe keine Problem mit den Absichten und Zielen des Clearing Barrel und ich bin stolz auf die Rolle, die ich bei der Gründung und dem Betrieb des Cafés hatte. Den- noch, mit Meike am Ruder geht die Richtung verloren, es ist zu Meike´s pet projekt (Steckenpferd) geworden, und die Arbeit ist für mich sowohl persönlich als auch professionell unerträglich geworden. … " (Die Ergänzungen in Klammern und die Hervorhebungen wurden von der LUFTPOST-Redaktion hinzugefügt.)
Auf einer solchen, nach Chris Capps Aussage unter "falscher Flagge gesegelten" Fundraising-Tour in den USA, bei der Geld für ein GI-Café gesammelt wurde, in dem kaum GIs verkehrten, hat Frau Capps-Schubert am 17.05.2016 dem US-Friedensaktivisten David Swanson ein Radio-Interview gegeben, das aufzurufen ist ..hier .

In diesem Interview geht es ab 14:40 um "Proteste von Faschisten und Sexisten gegen US-Basen in Deutschland". Wir haben diese Passage übersetzt und drucken sie nachfolgend ab:´
    "David Swanson: Im Zusammenhang mit Protesten gegen die Air Base Ramstein haben Sie auch antifaschistische Aktivitäten erwähnt, weil Friedensgruppen nicht mit Faschisten und Sexisten zusammenarbeiten wollen, die auch gegen die US-Basen (in Deutschland) agieren. Ist das ein wichtiges Problem für die deutsche Friedensbewegung?

    Meike Capps-Schubert: Das möchte ich bejahen. Ich weiß, dass es für Amerikaner schwierig ist, diesen internen Streit zu verstehen. Teile der deutschen Friedensbewegung sind offen für rechte Gruppierungen, andere sind das nicht. Deshalb gibt es Diskussionen und Streit (verhaspelt sich), und das macht die Dinge kompliziert. Ja, das ist schwierig zu erklären.

    David Swanson: Ich verstehe, zu Israel und den Palästinensern gibt es ja auch unter- schiedliche Meinungen in Deutschland." (Die Infos in Klammern wurden hinzugefügt.)
Frau Capps-Schubert ist also mit dafür verantwortlich, dass in den USA der falsche Eindruck entstanden ist, "Teile der deutschen Friedensbewegung seien offen für rechte Gruppierungen".

Thomas Hagenhofer ist Bezirksvorsitzender der DKP Saarland. Auf deren Website befinden sich nur Hinweise auf die "Kampagne KRIEG BEGINNT HIER" und "BÜCHEL IST ÜBERALL! Atomwaffenfrei jetzt". Eigene Initiativen gegen die wachsende Kriegsgefahr und die Vorbereitung eines völkerrechtswidrigen Angriffskrieges der USA und der NATO gegen Russland werden nicht erwähnt. Hagendorfer gibt aber an, an dem von Frau Andruet betriebenen Friedensnetz Saar beteiligt zu sein.

Die DKP Saarland scheint gerade eine Kontroverse mit dem Parteivorstand der DKP auszutragen. Das ist aus der Entschließung des Bezirksvorstandes vom 11.07.2017 (..hier) und dem Redebeitrag ihres Bezirksvorsitzenden zu einem Leitantrag der PV- Tagung am 17./18.06.17 zu ersehen (..hier).

Kalle Kress gibt als Referenz seine frühere Mitarbeit in der Initiative "Gegen das Vergessen" an (weitere Infos ..hier & ..hier). Er bezeichnet sich selbst als "Friedensaktivist" aus Kaiserslautern, scheint aber keiner der dort oder in der Umgebung bestehenden Friedensinitiativen anzugehören.

Bei Veranstaltungen der Kampagne STOPP AIR BASE RAMSTEIN hat er schon wiederholt mit einem starken Teleobjektiv Personen fotografiert, die miteinander sprachen oder nur zufällig nebeneinander standen. Weitere Hinweise über seine Aktivitäten finden sich ..hier. Daraus geht u. a. hervor, dass er Mitglied der Partei DIE GRÜNEN ist und verschiedenen Kreisverbänden angehört hat. Als Vorstandsprecher des Kreisverbandes Kaiserslautern war er für eine Presseerklärung verantwortlich, die aufzurufen ist ..hier.

Markus Pflüger ist Referent für Friedensarbeit (..hier & ..hier) im Friedens- & Umweltzentrum der Arbeitsgemeinschaft Frieden e.V. Trier und in der DFG-VK Trier aktiv.

Die Gründung der AG Frieden Trier hat Klaus Jensen, der ehemalige SPD-Oberbürgermeister der Stadt Trier und Ehemann der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer initiiert (s. "Spuren in Trier"). Diese AG dürfte deshalb beste Beziehungen zur Stadt Trier und zur Regierung des Landes Rheinland-Pfalz haben, das seit 1991 ununterbrochen von der SPD allein, von Koalitionen mit der FDP oder den GRÜNEN und neuerdings von einer Koalition mit beiden regiert wird. Alle bisherigen Landesregierungen – auch die vorher von der CDU geführten – und alle im Mainzer Landtag vertretenen Parteien wollen die zahlreichen US-Militäranlagen in Rheinland-Pfalz unbedingt erhalten (..hier) und sind natürlich nicht an Protesten und Demonstrationen dagegen interessiert. Deshalb protestieren und demonstrieren die AG Frieden Trier und die von ihr gemanagte Kampagne KRIEG BEGINNT HIER auch bevorzugt vor Einrichtungen der Bundeswehr (..hier).

Unter agf-trier.de/.../mitgliedschaft ist nachzulesen, wie die AG Frieden Trier zu Geld kommt:
    "Die AG Frieden finanziert sich weitgehend durch Mitgliedsbeiträge und steuerabzugs- fähige Spenden. Damit sichern wir unsere politische Unabhängigkeit. Nur wenn wir vie- le Mitglieder und Spender haben, können wir beruhigt auch unbequeme Themen angehen, denn die Drohung mit Mittelkürzungen können uns dann kalt lassen. Die AGF be- wirbt sich deshalb aus einer unabhängigen Position heraus auch um Projektzuschüsse der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden, Heinrich-Böll-Stiftung Rheinland- Pfalz (hervorgehoben von der Redaktion der LUFTPOST), Landesarbeitsgemeinschaft „anderes lernen“ u.a. - z.B. Bundesprogramm Vielfalt tut gut, jetzt Demokratie leben u.ä. Oft bekommt man Projektzuschüsse nur, wenn man einen Eigenanteil aufbringt. Auch aus diesem Grund sind wir auf viele Mitglieder und SpenderInnen angewiesen."
Wegen der guten politischen Vernetzung dürfte die Beschaffung von Geld für die Arbeits- gemeinschaft Frieden Trier und für die – trotz der vielen angegebenen Unterstützer (s. dazu auch ..hier & ..hier) – maßgeblich von ihr getragene Kampagne KRIEG BEGINNT HIER kein großes Problem sein.

Unter imi-online.de ist nachzulesen, dass Markus Pflüger sehr wohl die große strategische Bedeutung der US-Militäranlagen in Rheinland-Pfalz und in anderen Bundesländern kennt. Am 04.04.2015 hat er beim Ostermarsch in Mannheim u. a. Folgendes gesagt:
    "Warum spricht hier jemand aus Trier – Rheinland-Pfalz? Ganz einfach Rheinland-Pfalz ist der größte Flugzeugträger der USA mit den Kriegsflughäfen Ramstein und Spangdahlem, mit den US-Atomwaffenlager Büchel und dem US-Truppenstützpunkt Baum- holder. Und es gibt in Rheinland-Pfalz zur Zeit spannende Entwicklungen, die zu der angekündigten Remilitarisierung der Coleman Barracks in Mannheim passen, – die STARS AND STRIPES schreiben ja, dass dort Panzer und sonstigem US-Kriegsgerät untergestellt werden sollen. Ich will gleich erläutern warum es dabei um Kriegsvorbereitungen und um ein gefährliches Säbelrasseln der NATO in Richtung Russland geht, was das mit dem Ukrainekonflikt zu tun hat und zum Schluss ein paar Ideen für eine echte Friedenspolitik. …

    So ist es unsere Aufgabe als Friedensbewegung zuallererst die Aktivitäten der Regierenden unseres Landes und ihrer Verbündeten zu kritisieren. Eine wesentliche Ursache des gegenwärtigen Konfliktes liegt in der beständigen Ausdehnung der NATO bis an die Grenzen Russlands. Russland wird durch die sogenannte NATO-Raketenabwehr eingekreist, diese Abwehr macht theoretisch einen atomaren Erstschlag des Westens möglich. Die US-Atomwaffen in Büchel lassen grüßen. Hinzukommen geplante Freihandelsverträge und andere Abkommen der EU mit baltischen Staaten. …"
Vor dem von der rheinland-pfälzischen Landesregierung veranstalteten Rheinland-Pfalz-Tag 2015, der vom 26. bis 28.07. in Ramstein-Miesenbach stattfand, hat Markus Pflüger plötzlich angefangen "vor falschen Freunden zu warnen" – in seinem Interview mit der "Jungen Welt" und in der ..hier aufzurufenden Erklärung "NIE WIEDER KRIEG, NIE WIEDER FASCHISMUS – Warum es um mehr geht wie den Drohnenkrieg via Ramstein und das US-Militär", die er presserechtlich verantwortet hat. Darin ist u. a. zu lesen:
    "Die Großmachtsambitionen Deutschlands – der Führungsanspruch innerhalb Europas und die ”deutsche Verantwortung“ mit immer mehr Bundeswehreinsätzen für Rohstoffe und Märkte lehnen wir entschieden ab, ebenso wie die nukleare Teilhabe der Bundes- wehr im Rahmen der NATO am Atomwaffenlager Büchel (Eifel). ...

    Keine Zusammenarbeit mit falschen Freunden

    Wer mit Hass und einseitigen Schuldzuschreibungen sowie fragwürdigen Kooperationspartnern "für den Frieden“ kämpft ist unglaubwürdig. Es kommt nicht nur darauf an, was gefordert wird, sondern auch wer was fordert. Für die Friedensbewegung gibt es keinen Minimalkonsens und keinerlei Zusammenarbeit mit Nazis, NPD, PEGIDA & Co, Reichs- bürgern, Querfrontleuten, Antisemiten, Verschwörungstheoretiker etc. wie die Montag- mahnwache Kaiserslautern oder die 'A(r)my go home Demonstrationen' dies praktizieren."
In der ..hier aufzurufenden "Kritik" des damals noch als "Initiativgruppe der Kampagne 'Krieg beginnt hier'" firmierenden Kampagnenrates wird dann auch der Kampagne STOPP AIR BASE RAMSTEIN vorgeworfen, "rechtsoffen" zu sein. Darin wird u. a. behauptet:
    "Die Themenauswahl wie Bilderbergkonferenz am Aktionswochenende bestätigt eine Affinität zu Verschwörungstheorien und Rechtsoffenheit. Dass eine der ersten inhaltlichen Veranstaltungen zur Bilderbergkonferenz ist – ein Treffen was besonders beliebt ist bei Verschwörungstheoretikern und auch Rechten – bestätigt als ersten Eindruck des Programms, dass Stopp-Ramstein bewusst und gerne ein problematisches Spektrum anspricht und mitarbeiten lässt."
Tobias Pflüger, der gerade für DIE LINKE in den Bundestag gewählt wurde, gehört nicht dem Kampagnenrat an, tutet aber immer dann ins gleiche Horn, wenn er glaubt diesen und besonders seinen jüngeren Bruder Markus Pflüger unterstützten zu müssen. Das hat er auch jetzt wieder getan, denn er und sein Bruder Markus sind mitverantwortlich für das Pamphlet "Kampagne 'Stopp Airbase Ramstein 2017' – Licht und Schatten", das ..hier aufgerufen werden kann.

Was dazu zu sagen ist, wurde schon in anderen Zusammenhängen gesagt und ist ..hier, ..hier & ..hier nachzulesen.

Julian Theiss hat 2016 erfolglos für den rheinland-pfälzischen Landtag kandidiert (s. dazu auch ..hier & ..hier und  ) und ist Sprecher der Linksjugend ['solid] RLP. Auf deren Website, die ..hier aufzurufen ist, haben wir keine Äußerungen zur US Air Base Ramstein und der von dort ausgehenden Kriegsgefahr gefunden, was seltsam ist, weil Julian Theiss im Kreis Kaiserslautern wohnt, also darüber Bescheid wissen müsste. Unter linksjugendsolidrlp.de wird aber über Proteste gegen Bundeswehreinrichtungen und die US Air Base Spangdahlem berichtet.

Warum Julian Theiss immer wieder Papiere unterschreibt, in denen Oskar Lafontaine verunglimpft wird, ohne den es die Partei DIE LINKE überhaupt nicht gäbe, müsste eigentlich parteiintern untersucht werden.

Nach der Sichtung dieser im Internet verfügbaren Informationen über den Kampagnenrat KRIEG BEGINNT HIER können wir uns immer weniger erklären, woher diese Leute die Chuzpe nehmen, immer wieder solche Pamphlete zu verbreiten. Erkennen diese Leute nicht, dass sie in ihrer „Frechheit, Anmaßung, Dreistigkeit und Unverschämtheit" vor allem die schmutzigen Machenschaften der Kriegstreiber diesseits und jenseits des Atlantiks unterstützen?

www.luftpost-kl.de VISDP: Wolfgang Jung, Assenmacherstr. 28, 67659 Kaiserslautern

Link zum Originaltext bei ' luftpost-kl.de ' (PDF) ..hier
 


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11.09.2017  18:45
Aktionswoche "Stopp Air Base Ramstein“
Veranstaltet von in der Friedenbewegung engagierten Personen fand vom 3. bis 10.September die diesjährige Aktionswoche der Kampagne "STOPP RAMSTEIN" statt. Wie im letzten Jahr kamen am vergangenen Samstag zum Höhepunkt der Veranstaltung wieder einige tausend Menschen, die nach den Auftaktkundgebungen von zwei Startpunkten aus, über mehrere Kilometer eine geschlossene Menschenkette  bis zur Air Base bildeten, um somit für den Frieden und gegen Drohnenmorde zu demonstrieren. JWD  ..weiterlesen
 

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