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08.04.2026 00:00 | Teilen

Europa wird nicht bloß verrückt –
es bereitet einen Krieg vor
Europa befindet sich noch in der frühen Phase
der Kriegsvorbereitungen. Doch es heizt rasant die Kessel auf, und all
seine Handlungen folgen, auf die eine oder andere Weise, der Logik des
Krieges. Es hat also keinen Sinn, Klischees wie "Europa schießt sich
selbst ins Knie" zum hundertsten Mal zu wiederholen. - Die
Europäische Union steht im Jahr 2026 aufgrund der anhaltenden und
zunehmend akuteren Energiekrise und verfehlter Politik vor einem
wirtschaftlichen Zusammenbruch. Hiervor warnte Kirill Dmitrijew, der.... [Quelle:
dert.online] JWD
Von Dmitri Rodionow | 07. April
2026 | RT DE (dert.online)

Screenshot | Quelle:
RT DE
| K© Klettschaty, der Kleinkarierte | Karikatur.
Europa wird nicht bloß verrückt – es bereitet einen
Krieg vor
(Fortsetzung:
Hiervor warnte Kirill Dmitrijew, der)
...Leiter des Russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF).
Der April, so sagte er, werde den Beginn der Erkenntnis der
Problemausmaße markieren. Doch "wie sollen sie das verstehen, wenn sie
nicht versuchen, künftige Risiken zu mindern oder ihre Fehler zu
korrigieren?", fragt sich Dmitrijew. Wie düster ist die Bedrohung
einer "globalen Krise" für die gesamte Weltwirtschaft aufgrund der
Schließung der Straße von Hormus in Wirklichkeit?
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Screenshot | Quelle:
RT DE
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Hier lohnt es zu erinnern, dass die Straße von Hormus,
ähnlich wie Bab al-Mandab, bereits in der Vergangenheit gesperrt
worden war – und zwar ohne dass ein globaler Wirtschaftskollaps
eintrat. Auch der aktuelle Anstieg der Energiepreise ist nicht
beispiellos. Der Preis für Erdöl erreichte einen jüngsten Höchststand
bei 119 US-Dollar pro Barrel. Zum Vergleich: Im Sommer 2022 lag der
Ölpreis über 119 US-Dollar. Und während der Krise von 2008, selbst
ohne Krieg, erreichte er 147,50 US-Dollar pro Barrel.
Was Erdgas betrifft, so liegt der jüngste Rekordpreis von 850
US-Dollar pro Kubikmeter ebenfalls deutlich unter dem Höchststand von
2.861,60 US-Dollar im August 2022, als Europa die Gaslieferungen aus
Russland einstellte. Mit anderen Worten: Die aktuelle Krise ist
vorerst nicht so dramatisch. Allerdings bestätigt sie auch schon in
ihrem jetzigen Schweregrad, dass in der modernen Welt jederzeit etwas
passieren kann, das alles zum Einsturz bringt.
Unter diesen Umständen wäre es logisch, wenn Europa zu russischen
Erdgaslieferungen vorwiegend per Pipeline zurückkehren würde.
Technisch ist dies möglich, ungeachtet des Krieges in der Ukraine.
Darüber hinaus erweisen sich langfristige Festpreisverträge, die
Gazprom bevorzugt, im Falle höherer Gewalt als deutlich günstiger und
zuverlässiger als eine Dauerpolitik einmaliger Käufe an der Börse zu
Börsenpreisen.

Screenshot | Quelle: RT DE via
rumble.com
Video
Energiekrise in der EU: "Es gibt ein Land, das
uns mit allem versorgen kann, was wir brauchen"
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Screenshot | Quelle:
RT DE
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Europa fährt jedoch eine andere Logik.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schloss den Kauf von
Erdgas aus Russland selbst bei einem physischen Mangel an
Energieträgern in Europa, der zu Stromausfällen führen würde, aus. Zur
Erinnerung: Im vergangenen Herbst verabschiedete der EU-Rat einen Plan
zum Verbot russischer Gasimporte. Demnach gilt für bereits
abgeschlossene Verträge eine Übergangsfrist: bis Mitte des Jahres 2026
für kurzfristige und bis Anfang des Jahres 2028 für langfristige
Verträge. Ausnahmen bilden Ungarn und die Slowakei.
"Wir haben klare Ziele, und wir halten daran fest."
So antwortete die EU-Kommissionsvorsitzende auf die Frage, ob sich die
Position Brüssels angesichts der aktuellen Energiekrise ändern werde.
Es wäre schon seltsam, von Europa jetzt, wo Erdgas nur noch 800
US-Dollar kostet, eine Änderung seiner Position zu erwarten – wo es
sie doch vor vier Jahren, als der Preis auf fast 3.000 Dollar
gestiegen war, nicht geändert hat. Und genau das ist die europäische
Logik: Was auch immer passiert, der Verzicht auf Erdgas aus Russland
ist eine endgültige und unumkehrbare Entscheidung. Ebenso wie die
Pläne, gänzlich auf jegliches Erdgas überhaupt zu verzichten – will
Europa doch seinen Energiesektor weiter transformieren und ihn, in den
Worten von der Leyens, auf "in Europa produzierte grüne Energie"
umstellen.."
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Screenshot | Quelle:
RT DE
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Wir alle erinnern uns noch, wie vor wenigen Jahren in
Europa aufgrund von Frost Windkraftanlagen und Solaranlagen
gleichermaßen ausfielen. Und kürzlich erklärte der deutsche
Bundeskanzler Friedrich Merz, er bedauere Deutschlands Entscheidung,
aus der Kernenergie auszusteigen – nannte sie aber unumkehrbar. Die
Entscheidung für eine "grüne Energiewende" sei nicht anfechtbar. Doch
auch sie hat letztendlich ihre Logik. Und zwar die Logik des Krieges.
Erstens erscheint es seltsam, Öl und Gas von einem Land zu kaufen, mit
dem Europa im Krieg ist – aktuell indirekt in der Ukraine und
vielleicht schon morgen unmittelbar. Wie kann man Ressourcen von einem
Feind kaufen?
Europa benötigt zudem gar nicht mehr so ??viel Öl und Gas wie früher.
Die Europäische Union hat im Rahmen ihrer viel gepriesenen "grünen
Agenda" umweltschädliche Produktionsketten seit Langem konsequent in
Länder des Globalen Südens verlagert und dabei auf den
Dienstleistungssektor und den Technologieexport gesetzt.
Experten sprechen vom Zeitalter der Postindustrialisierung;
tatsächlich findet jedoch eine Deindustrialisierung statt. Dieser
Prozess wurde nach dem Jahr 2022 mit dem Beginn einer neuen
Konfrontationsphase mit Russland deutlich, als die Europäische Union
beschloss, die billigen Energieressourcen aus Russland vollständig
aufzugeben.
Unternehmen begannen, in andere Länder abzuwandern – in solche mit
günstigeren Energiekosten, niedrigeren Steuern und weniger politischen
Auflagen –, vor allem in die USA und nach China. Und es geht dabei
nicht um kleine und mittlere Unternehmen, sondern auch um Giganten wie
Mercedes, BMW, Volkswagen und BASF, die einst das Rückgrat der
Wirtschaft Europas bildeten und als Symbole des europäischen
Wohlstands galten. Nicht alles auf einmal, aber doch schrittweise
verlagern sie ihre Produktion aus Europa, insbesondere aus
Deutschland.
Im September 2022 erreichte die Inflation in Deutschland erstmals seit
der Einführung des Euro (im Jahr 1999) einen zweistelligen Wert –
nämlich 10,9 Prozent. Im Januar 2024 erlebte Deutschland den größten
Bauernstreik seiner Geschichte: Bauern blockierten Autobahnen aus
Protest gegen die Abschaffung von Subventionen und
Kraftstoffzuschüssen sowie gegen Steuererhöhungen; erst ein Jahr zuvor
war das Land durch den größten Streik im Transportwesen seit drei
Jahrzehnten nahezu lahmgelegt.
Tatsächlich sind Europäer Sparmaßnahmen und ständige Preissteigerungen
gewohnt. Doch sie dulden sie nur bei einer proportionalen Lohnerhöhung
und überhaupt bei einem Ausgleich für Verluste durch den Staat. Unter
den gegenwärtigen Bedingungen geschieht beides schlichtweg nicht – im
Gegenteil: Da die USA sich weigern, die Ukraine zu finanzieren, sehen
sich die EU-Regierungen gezwungen, ihre Unterstützung für Kiew auf
Kosten ihrer eigenen Bürger zu erhöhen.
Warum lassen die Europäer das zu?
Ihnen wird erfolgreich die Angst eingeflößt, ein direkter Krieg mit
Russland sei unvermeidlich.
Erst vor wenigen Tagen erklärte Dominique Tardif (nicht wundern, er
schreibt sich wirklich so, Anm. d. Red.), stellvertretender
Befehlshaber der Luftwaffe Frankreichs, in einem Interview an Politico,
die Luftwaffe müsse auf einen wahrscheinlichen Konflikt mit Russland
vorbereitet sein. Dies ist nur eine jüngste, aber bei Weitem nicht die
erste derartige Aussage in den letzten Jahren. Sie häufen sich.
Eines der Ziele hierbei ist, die Öffentlichkeit auf die Annahme der
Idee angeblicher Unvermeidbarkeit eines solchen Krieges vorzubereiten.
Das zweite Ziel ist es, die zunehmende Militarisierung der
Europäischen Union, die auf Kosten der Steuerzahler stattfindet und
mit sinkendem Lebensstandard einhergeht, zu rechtfertigen (dem dient
auch die ständig wiederholte Behauptung, die USA seien nicht mehr in
der Lage, die Sicherheit Europas zu gewährleisten).
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Screenshot | Quelle:
RT DE
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Die Logik der Kriegsvorbereitung, in deren Rahmen Europa operiert,
ist nicht so absurd, wie es auf den ersten Blick scheinen mag.
Schließlich leiden dabei nicht alle Unternehmen – im Gegenteil, einige
profitieren sogar. Vor allem jene, die direkt an der Militarisierung
beteiligt sind.
Bereits Anfang des Jahres 2023 erklärte
Rheinmetall-Chef
Armin Papperger,
dass sich mit dem Aufflammen des Ukraine-Konflikts in Form eines Krieges
hoher Intensität – des ersten solchen Krieges in der Alten Welt seit
langer Zeit – eine neue Ära mit Rekordgewinnen und einem sehr hohen
Auftragsvolumen für das Unternehmen eingeläutet habe. Seit Beginn der
militärischen Sonderoperation Russlands hat sich der Wert der
Rheinmetall-Aktien um mehr als das Vierzehnfache erhöht (nochmals zur
Deutlichkeit: x14, oder ist um 1.300 Prozentpunkte gewachsen) – einige
Quellen berichten sogar von einer fast achtzehnfachen Steigerung der
Marktkapitalisierung des Rüstungsunternehmens
.

Screenshot | Quelle: RT DE via
vkvideo.ru
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Video
Rheinmetall setzt auf Gabriel als "Strategen",
der Ex-Vizekanzler wird mit 130.000 Euro belohnt
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Auch einige zivile Hersteller reiten auf dieser Welle mit: Im
vergangenen Jahr erklärte Volkswagen-Chef Oliver Blume, das Unternehmen
sei offen für die Fertigung von Rüstungsgütern in seinen Werken. Er
erinnerte auch daran, dass das Unternehmen bereits zuvor Fahrzeuge für
die Armee produziert habe. Dies hatte besonders in der Zeit des Dritten
Reichs recht hohe Ausmaße erreicht. Und damals war es nicht nur
Volkswagen – auch BMW, Maibach, Mercedes und Porsche produzierten im
Zweiten Weltkrieg Rüstungsgüter. Ein überaus reicher Erfahrungsschatz.
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Screenshot | Quelle:
RT DE
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Europa befindet sich erst in einer frühen Phase seiner
Kriegsvorbereitungen. Doch es heizt rasant die Kessel auf – und all
seine Handlungen basieren, auf die eine oder andere Weise, auf der
Logik des Krieges. Daher erübrigt es sich, Meme wie "Um Oma zu
ärgern, ohne Mütze gehen und sich die Ohren abfrieren" und "Europa
schießt sich selbst ins Knie" zum hundertsten Mal zu wiederholen –
wie passend sie auch ansonsten sein mögen.
Europa bereitet einfach den Krieg vor.
Übersetzt aus dem
Russischen. Der Artikel ist zuerst am 6. April 2026 auf der
Website der Zeitung Wsgljad erschienen.
Dmitri Rodionow ist ein russischer Sprach- und
Politikwissenschaftler. Er ist stellvertretender Geschäftsleiter der
russischen Denkfabrik "Institut für innovative Entwicklung".
Rodionow veröffentlichte zahlreiche Artikel zu den Themen Geopolitik
und Konfliktforschung, unter anderem auch auf seinem
Telegram-Kanal.
Mehr zum Thema –
Europa auf dem Pfad der nuklearen Eskalation

Screenshot | Quelle: RT DE via
rumble.com
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Tucker Carlson:
"Die unipolare Welt war großartig, aber sie ist vorbei"
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Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.
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' RT DE '
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