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22.07.2018  00:00
Das US-Establishment hinter dem Gipfel von Helsinki
Während die internationale Presse den Inhalt des NATO-Gipfels verzerrte, verstand das amerikanische Establishment die einzigartige Kernfrage völlig: das Ende der Feindschaft mit Russland. So wurde die Störung des bilateralen Gipfels in Helsinki zwischen den USA und Russland zur Priorität. Auf alle Fälle mussten sie jede Annäherung an Moskau verhindern. [Quelle: voltairenet.org] JWD
 

 Von Manlio Dinucci  |  Voltaire Netzwerk | Rom (Italien) | 20. Juli 2018


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Quelle: voltairenet.org (verlinkt)

"Wir haben Diskussionen über alles, vom Handel bis zum Militär, von Raketen, über Atomtechnik bis hin zu China" erklärte Präsident Trump bei der Eröffnung des Gipfels von Helsinki. "Die Zeit ist gekommen, um im Detail über unsere bilateralen Beziehungen und die internationalen neuralgischen Punkte zu sprechen", unterstrich Putin.

Aber nicht nur die beiden Präsidenten entscheiden über die Art der künftigen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Russland.

Es ist kein Zufall, dass, gerade als der Präsident der Vereinigten Staaten im Begriff war, den russischen zu treffen, Sonderermittler Robert Mueller III Anklage gegen 12 Russen wegen Manipulation der Präsidentschaftswahlen in den USA erhoben hat, die in die digitalen Netze der Demokratischen Partei eingedrungen sein sollen, um die Kandidatin Hillary Clinton zu schädigen. Die Zwölf, die beschuldigt werden, Agenten des russischen Geheimdienstes Gru zu sein, werden offiziell "die Verschwörer" genannt und wegen "Verschwörung zur Begehung einer Straftat gegen die Vereinigten Staaten" angeklagt.

Gleichzeitig sagte Daniel Coats, Direktor des Nationalen Geheimdienstes und erster Geheimdienstberater des Präsidenten, über Russland: "Es ist ihre Absicht, unsere Grundwerte zu untergraben, die Demokratie zu untergraben". Dann schlug er Alarm wegen der "Bedrohung durch Cyberangriffe, die sich an einem kritischen Punkt befindet", ähnlich wie vor dem 11. September, nicht nur aus Russland, "dem aggressivsten ausländischen Agenten", sondern auch aus China und dem Iran.

Gleichzeitig gaben britische "Ermittler" in London bekannt, dass der russische Geheimdienst Gru, der die Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten sabotiert hat, derselbe ist, der in England einen ehemaligen russischen Agenten, Sergej Skripal, und seine Tochter vergiftet hat, die unerklärlicherweise ein extrem tödliches Gas überlebt haben.

Die politische Absicht dieser "Untersuchungen" ist klar: zu behaupten, dass der Kopf der "Verschwörer" der russische Präsident Putin ist, mit dem Präsident Trump trotz der großen parteiübergreifenden Opposition in den USA am Verhan-dlungstisch gesessen hat.

Nach der Anklage gegen die "Verschwörer" hatten die Demokraten Trump aufgefordert, das Treffen mit Putin abzusagen. Auch wenn es ihnen nicht gelungen ist, bleibt ihr Druck auf die Verhandlungen zwischen den USA und Russland stark. Was Putin von Trump zu bekommen versucht, ist einfach und kompliziert zugleich: die Spannungen zwischen den beiden Ländern zu lockern. Zu diesem Zweck schlug er Trump eine gemeinsame Untersuchung der "Verschwörung" vor, die dieser akzeptierte.

Es ist nicht bekannt, wie sich die Verhandlungen über die Kernfragen entwickeln werden: den Status der Krim, den Zustand Syriens, Atomwaffen und andere. Es ist auch nicht bekannt, was Trump im Gegenzug verlangen wird. Es ist jedoch sicher, dass jedes Zugeständnis benutzt werden kann, um Trump der Komplizenschaft mit dem Feind zu bezichtigen.

Diejenigen, die gegen eine Entspannung mit Russland sind, sind nicht nur die Demokraten (die mit einer Umkehrung der formalen Rollen die Rolle der "Falken" spielen), sondern auch viele Republikaner, darunter wichtige Vertreter der Regierung Trump selbst. Es ist das Establishment nicht nur in den USA, sondern auch in Europa, dessen Macht und Gewin-ne mit Spannungen und Kriegen verbunden sind.

Nicht die Worte, sondern die Fakten werden zeigen, ob die entspannende Atmosphäre des Gipfels von Helsinki Wirklichkeit wird. Vor allem mit einer Deeskalation der NATO in Europa, d.h. mit dem Abzug der US/NATO-Truppen, einschließlich der nuklearen Kräfte, die gegen Russland stationiert sind und mit der Blockade der NATO-Osterweiterung.

Selbst wenn es in den Verhandlungen zwischen Putin und Trump zu einer Einigung über diese Fragen kommen sollte, wird letzterer dann in der Lage sein, sie umzusetzen? Oder werden diejenigen, die entscheiden, die mächtigen Kreise des militärisch-industriellen Komplexes sein? Eines ist sicher: Wir können in Italien und Europa nicht nur Zuschauer der Verhandlungen bleiben, von denen unsere Zukunft abhängt.

Autor: Manlio Dinucci  | Übersetzung: K.R.  |  Quelle: Il Manifesto (Italien)

Dieser Beitrag ist unter Lizenz der Creative Commons (
CC BY-NC-ND

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20.07.2018 [Quelle: RT Deutsch]
Putin warnt vor dem Deep State in den USA:
"Diese Leute sind mächtig und stark"

Russlands Präsident Wladimir Putin hat gestern das Protokoll verlassen und deutliche Worte für tiefe Strukturen im Staatsapparat der USA gefunden, die gegen die Interessen des Volkes und der Regierung handelten, den sogenannten Deep State.


Screenshot  |  Quelle: RT Deutsch

Seine Äußerungen tätigte Putin bei einem Treffen von Botschaftern und ständigen Vertretern der Russischen Föderation im Außenministerium in Moskau. Er sprach über "Kräfte" in den Vereinigten Staaten, die versuchten, die russisch-amerikanischen Beziehungen eigenmächtig zu untergraben und kritisierte diese scharf.

Der russische Präsident sagte: "Ich verlasse nun das Protokoll und möchte ein paar persönliche Worte sagen. [...] Wir sehen, dass es in den USA Kräfte gibt, die auf Knopfdruck bereit sind, die russisch-amerikanischen Beziehungen für ihre innenpolitischen Ambitionen in Amerika zu opfern", sagte er.

"In den USA sehen wir, dass es Kräfte gibt, die ihre Gruppen- und Parteiinteressen über die nationalen Interessen insgesamt stellen. Unsere berühmten satirischen Schriftsteller haben schon über solche verabscheuungswürdigen, erbärmlichen Menschen geschrieben. Aber ganz so ist es in diesem Fall nicht, diese Menschen sind weder verachtenswert noch erbärmlich, im Gegenteil, sie sind ziemlich mächtig und stark, wenn sie in der Lage sind, Millionen von Menschen solche schwer verdaulichen Geschichten zu verkaufen."

In seiner Rede betonte Putin auch die Notwendigkeit, "die Beziehungen zur Europäischen Union zu entwickeln", trotz der derzeitigen politischen Spannungen. Er sagte auch, dass jedes Land, das versucht, die Ukraine oder Georgien in den Einflussbereich der NATO einzubeziehen, "an die möglichen Folgen dieser Verantwortungslosigkeit denken sollte".

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Quelle: RT Deutsch via Youtube |  veröffentlicht 20.07.2018

Putin warnt vor dem Deep State in den USA:
"Diese Leute sind mächtig und stark"

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